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Unterschiede zwischen räumlichen Beziehungen und der Absoluten Beziehung
Die Absolute Beziehung als ein Informationsgefüge in der Vorstellungswelt
Auf der theoretischen Ebene der Philosophie und TriPraxie haben wir es mit Begriffen im Vorstellungsraum und den Beziehungen zwischen ihnen zu tun.
Die Absolute Beziehung ist eine philosophische Kategorie. Kategorien sind besondere Form eines Begriffs und Begriffe sind Modelle. Modelle sind im Verständnis des NTD Gefüge. Die Absolute Beziehung ist als Kategorie der TriPhil definiert als Komposition von den weiteren Begriffen: Relata, Richtung und Relation. Sie ist ein Beziehungsgefüge von Begriffen/Informationen mit einer Architektur.
Die Absolute Beziehung ist eine Konstruktion im Theorieraum der TriPhil, also ein Informationsgefüge in der Vorstellungswelt.
Wie bei allen Komponenten der Vorstellungswelt dominiert die informationelle Dimension.
Immer, wenn es um die Vorstellungswelt und damit auch um die Theorien der Wissenschaften geht, hat die Absolute Beziehung eine Spitzenstelle in der Abstraktionshierarchie.
Die Absolute Beziehung als entmaterialisierte und stabilisierte Beziehung
Die Absolute Beziehung ist primär eine Beziehung zwischen Informationen im Vorstellungsraum. In dieser Gestalt ist sie maximal entmaterialisiert.
Kategorien und Begriffe sind Gefüge von Informationen und von informationellen Beziehungen, die eine gewisse Stabilität und Endlichkeit besitzen. Deshalb können sie zu anderen Begriffen/Gefügen in Beziehung gesetzt werden.
Stabile Gefüge mit der Fähigkeit, Beziehungen zu anderen Begriffsgefügen aufzunehmen, werden i.d.R. dadurch erreicht, daß sie in Form von Sprache, Schrift, Graphiken und anders materialisiert werden. Passiert dies, so gelangen die informationellen Modelle in den Kosmos. Sie existieren dann in beiden Sphären, was in den modernen Kulturen mit ihren reichen Standardschriftsprachen die Regel ist.
Die philosophische Kategorie der Absoluten Beziehung ist nicht nur ein Element in der Vorstellungswelt sondern auch im Kosmos. Sie kann verdinglicht werden.
Die kosmologische Existenz ist also logisch eine Ableitung aus der informationellen in der Vorstellungswelt und genetisch eine zeitlich nachgeordnete spätere Existenzform.
Zwischen den informationellen Modellen in der Vorstellungswelt und den materialisierten Modellen im Kosmos gibt es Rückkopplungsbeziehungen.
Die Verräumlichung und Verdinglichung der Absoluten Beziehung im Kosmos
Räume und räumliche Beziehungen sind Elemente der TriWelt, die für beide Sphären konstitutiv sind. Räumliche Beziehungen sind nicht notwendig Produkte epistemischer Praxis. Sie sind vor jeder menschlichen Praxis da und können von dieser gestaltet werden. Sie haben - wie alle Dinge - eine materielle, informationelle und - nachgeordnet - eine energetische Qualität.
Im Kosmos geht es primär um die (dinglichen) Verbindungen. Die Dinge und Verbindungen erscheinen zunächst materiell.
Wenn es um den Kosmos und die Praxis als Teil des Kosmos, vor allem als Gefüge im Kosmos, geht, dann wird die Absolute Beziehung zu einer räumlichen Beziehung und diese tritt neben die dinglichen Gefüge und Prozeßgefügen.
Sie ist im Prinzip mit diesen Gefügeklassen gleichberechtigt.
Im Kosmos gibt es räumliche Beziehungen. Sie lassen sich im Prinzip ausmessen.
Räumliche Beziehungen können verdinglicht werden. Dann entstehen Verbindungen.
Verbindungen lassen sich aus dieser Perspektive als verdinglichte Beziehungen verstehen. Das Umgekehrte ist auch möglich: Verbindungen können ihrer Dinglichkeit in der Vorstellungswelt entkleidet werden. Wir haben dann einen Spezialfall einer Absoluten Beziehung.
Etwas anderes ist die Formulierung: "Die beiden Häuser sind nur durch einen schmalen Weg getrennt/verbunden." Wir beschreiben dann eine dingliche Verbindung zwischen Dingen.
In jeder Praxis haben wir es sowohl mit dieser Art von Beziehung als auch mit dieser Art von Verbindungen zu tun. Wir können aber offenbar, die eine oder die andere Perspektive prämieren.
Prämierungen
In der Vorstellungswelt - und damit auch im Denken der Menschen und im NTD - wird die Absolute Beziehung prämiert. Sie erscheint im Kosmos als räumliche Beziehung und wird dort verdinglicht.
Im Kosmos wird die Verbindung von Dingen durch Dinge prämiert.
Entsprechend prämiert auch die Praxeologie - mit Ausnahme der Epistemischen Praxeologie und des NTD - die Verbindung und stuft die Beziehung herunter.