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Für die Triadische Praxeologie spielt der Sinn eine konstituierende Rolle. Es gibt nach ihrem Verständnis nur sinnvolle Praxis. Die Praxeologie behandelt den Sinn als einen Faktor der Praxis. Deshalb spricht sie vom Praxeologischen Sinn. Ohne Praxismodelle, keine praxeologischen Sinnmodelle.
Die Praxeologie sieht dem Menschen als Praktiker, der seine Verbindung zur Welt nur über Praxen herstellen kann.
Sie behandelt die sinnvolle Praxis aus drei Generalperspektiven.
- Die Programmatische Perspektive sieht die Praxis als programmgeregelten Prozeß. Der Sinn gibt den Programmen, die diese Praxis steuern, ein Ziel.
- Die (Modell-)Theoretische Perspektive sieht die Praxis als ein Gefüge, welches die Verbindung zwischen Mensch und Welt herstellt.
Der Sinn erscheint als Richtung der Verbindung der Relata Mensch und Welt. - Aus einer Historisch-evolutionären Perspektive erscheinen sowohl die Praxis als auch der Sinn als Ergebnis des Wandels der Welt. Sinn entwickelt sich phylo- und ontogenetisch. Er ist eine Triebkraft dieser Transformationsvorgänge.
Der genuin praxeologische Sinn ist das Produkt disruptiver Verwandlungsprozesse der Triebkräfte.
Das triadische Modell der Triebkräfte ist weiter als der anthropologische Sinnbegriff.
lexikon, id1881, letzte Änderung: 2026-06-12 11:54:20